Anlagebetrug unter falscher Flagge

Regulierung kann mehr schaden als nützen

„Ich ging davon aus, dass das Investment bei dieser Firma seriös ist, schließlich ist sie ja von der zuständigen Aufsichtsbehörde des Landes überprüft worden….. „

So oder ähnlich äußern sich derzeit zahlreiche Anleger, wenn die vermeintlich seriöse Investmentfirma, bei der sie Geld angelegt hatten, plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist.

Die Webseite existiert nicht mehr, telefonisch ist auch niemand mehr erreichbar und auf Emails kommt keine Antwort.

Die British Virgin Islands Financial Services Commission ist eine solche Aufsichtsbehörde, bei der sich Investmentfirmen registrieren lassen können und die derzeit gerne von Betrügern für ihre Zwecke missbraucht wird.

Ähnliche Behörden gibt es inzwischen nahezu weltweit.

Doch wer prüft, ob der Telefonanrufer, der angeblich für eine der dort registrierten Firmen tätig ist, auch tatsächlich für diese arbeitet oder nur ein Telefonverkäufer ist, der in einem sogenannten Boiler Room irgendwo auf der Welt sitzt und für eine Betrugsfirma arbeitet?

Das Angebot des Verkaufs-Profis macht einen seriösen Eindruck, zumal er auf eine Webseite verweist, deren Namen mit der registrierten Firma übereinstimmt. Häufig wird dann auch noch angeboten, dass man sich dort auf sein “eigenes” Investmentkonto einloggen kann, um die Gewinne aktuell prüfen zu können. Doch leider ist dies in vielen Fällen nur vorgetäuscht, angefangen vom Firmennamen bis zu dem angeblichen Kapitalanlagen.

Häufig gibt es Firmen des gleichen Namens weltweit mehrfach, von denen viele keine eigene Webseite haben.

Somit fällt es nicht auf, wenn der Name einer registrierten Firma von Betrügern für deren eigene Webseite genutzt wird.

Deutsches Bankkonto schützt nicht

Da Betrüger wissen, dass deutsche Anleger nicht gerne Geld ins Ausland überweisen, eröffnen sie für die ausländische Investmentfirma Bankkonten in Deutschland. Anleger meinen nun, dass dies eine zusätzliche Sicherheit sei:

Da das Konto auf die Firma lautet, mit der auch die Kapitalanlage vereinbart sei, könnte man ja im Fall, dass die Anlage nicht ordnungsgemäß abgewickelt wird, dieses Konto pfänden, so ihre Vermutung.

Was die meisten Anleger nicht wissen: Seit Einführung des SEPA-Zahlungssystems  sind die Banken nicht mehr gesetzlich verpflichtet, die Übereinstimmung des Kontoinhabers mit dem Zahlungsempfänger zu prüfen. Dies geschieht daher nur noch in Ausnahme-fällen.

Entscheidend ist ausschließlich die IBAN-Nummer.

Das heisst, es kann ein Anleger an die Firma ABCD Ltd. überweisen, auch wenn das Konto auf eine Firma ABDS GmbH lautet. Meistens werden dabei ähnlich klingende Namen verwendet.

Die Bank wird in der Regel diese Zahlung nicht zurückweisen, sondern auf dem Konto der angegebenen IBAN gutschreiben.

Somit ist im Betrugsfall erst zu klären, wer der tatsächliche Kontoinhaber ist, bevor weitere rechtliche Schritte möglich sind.

Daneben gelingt es Betrügern nach wie vor, mit gefälschten Dokumenten Bankkonten zu eröffnen.

Auch Betrüger machen Fehler

Mit der Erfahrung von über 25 Jahren bei der Bearbeitung von Betrugsfällen durch Wirtschaftsdienste Peter Schmid lässt sich feststellen, dass auch Betrüger immer wieder Fehler machen, die letztendlich zu ihrer Identifizierung und zur Beschlagname von ergaunertem Vermögen führen.

Die Ermittler von Wirtschaftsdienste Peter Schmid wissen, wo die häufigen Schwachstellen der Betrüger sind, und können dort gezielt bei den Recherchen ansetzen.

Entscheidend ist dabei, dass der Anleger möglichst schnell nach dem Bemerken von Unregelmäßigkeiten reagiert.


Sie wurden Opfer eines Anlagebetrugs oder wollen sich vor einer Kapitalanlage informieren?


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Die Erstberatung ist bei uns kostenlos und unverbindlich.

Betrug und andere Straftaten. Kriminelle immer seltener vor Gericht

Neuer Tiefstand: Staatsanwälte klagen in weniger als 20% der Fälle die Täter an

Die deutschen Staatsanwaltschaften klagen immer mehr über die hohe Arbeitsbelastung. Die Folge sind Einstellungen von Ermittlungsverfahren, obwohl es Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen gegeben hätte.

Dies räumt auch Sven Rebehn vom Verband der Richter und Staatanwälte ein. Er bestätigt, dass  auch die Auswertung der Statistiken deutliche Belege für eine Zunahme der Verfahrenseinstellungen ergibt.

Konsequenz: Vorbereitung von Betrug und anderen Strafanzeigen wird immer wichtiger

Mag es früher genügt haben, bei Polizei oder Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige zu erstatten, um Ermittlungen in Gang zu bringen, so ist dies heute in vielen Fällen nicht mehr ausreichend.

Gerade im Bereich der Vermögensdelikte stellt es sich heutzutage oft als unverzichtbar heraus,  dass der Geschädigte bereits vor der Anzeigeerstattung selbst Recherchen durchführen lässt, um die Hintergründe eines Sachverhalts deutlich zu machen und einen konkreten Tatverdacht zu begründen.

Je mehr konkrete Beweise er bereits bei der Anzeigenerstattung vorlegen kann, umso größer ist die Chance, dass das Strafverfahren gegen den Täter mit einem Urteil endet.

Strafbarer Betrug oder nur zivilrechtliche Forderung?

Gerade beim Verdacht auf eine Betrugs- oder Untreuestraftat ist die Grenze zwischen einer Straftat und einer ausschließlich zivilrechtlichen Forderung oft fließend. Die Konsequenz daraus ist, dass mehr als die Hälfte aller Strafanzeigen in diesem Bereich von den Staatsanwaltschaften eingestellt werden.

Oft geschieht dies nur deshalb, weil bei der Anzeigenerstattung klare Beweise und Informationen zu den Hintergründen des angezeigten Sachverhalts fehlen.

Die Wirtschaftsdienste Peter Schmid haben mehr als 25 Jahre Erfahrung bei der Recherche im Zusammenhang mit Vermögensdelikten. Dies umfasst sowohl die Aufklärung des Sachverhalts als auch die Suche nach den Tätern und deren Beute im In- und Ausland.

Opfer bleiben auf Schaden sitzen

Die Konsequenzen einer Verfahrenseinstellung können beträchtlich sein: Gelingt es nicht, ein Strafurteil gegen den Tatverdächtigen zu erwirken, fällt es als Folge davon dem Opfer oft auch schwer, seinen Schaden zivilrechtlich geltend zu machen und erfolgreich durchzusetzen.

 

Kriminelle Webdesigner

Wie kommen Online-Betrüger an Kundendaten?

Vielfach geschieht dies durch Trojaner, die auf schlecht geschützte Rechner von Kunden

geladen wurden. Doch es gibt viele weitere Methoden.

Nun ist ein Fall bekannt geworden, der exemplarisch zeigt, wie vielseitig die Cyber-Kriminellen agieren, um ihre Straftaten zu begehen.

Nicht nur Kunden von Online-Shops sind im Focus der Täter, sondern auch die Online-Shops selbst.

Wer die Einrichtung eines Online-Shops in Auftrag geben möchte, sollte daher genau darauf achten, wem er diesen Auftrag gibt, damit nicht er selbst und seine Kunden Opfer von Betrügern werden.

Bei der Frage, wie Betrüger an die Daten von Kunden kommen, gibt es immer wieder Hinweise darauf, dass dies auch über die Webseiten von Online-Händlern passieren kann, ohne dass die Betreiber selbst kriminell sind und von den Betrügereien wissen.

In einem konkreten Fall, der nun in den Niederlanden bekannt wurde, hat ein Webdesigner von Online-Shops mehr als 20.000 Kundendaten auf seinem Rechner gehabt.

Der Programmierer beschaffte sich diese persönlichen Daten durch eine Hintertür, die er ohne Wissen der Online-Shop-Betreiber in das Programm eingebaut hatte.

Bei jedem Kauf über einen der von ihm programmierten Online-Shops konnte er die Kreditkartendaten und weitere Informationen zu den Käufern mitlesen und speichern.

Mit den Daten nahm er auf Rechnung der geschädigten Kunden selbst Käufe vor und nahm an Glückspielen teil.

In Einzelfällen soll er auch Kunden mit Informationen über ihre Käufe (z.B. auf Porno-Seiten) erpresst haben.

Der Schaden dürfte in die Millionen € gehen.

Besondere Vorsicht ist daher bei besonders preisgünstigen Angeboten geboten.

Zu empfehlen ist auch, vor Erteilung eines Auftrags Hintergrundrecherchen zu dem Webdesigner anzustellen, spätestens jedoch, sobald sich Reklamationen von Kunden häufen.

 

Betrug

Betrug ein lohnendes Geschäft?

Weniger als 50% der Betrüger werden zur Anklage gebracht!

Die Enttäuschung in den Gesichtern von Betrugsopfern kennt jeder, der sich mit Ermittlungen in diesem Bereich befasst:

Die Sachlage scheint klar zu sein, der vermeintliche Betrüger hat aus Sicht seines Opfers das Versprochene, zum Beispiel eine hohe Rendite für die Kapitalanlage, nicht geliefert. Und darüber hinaus ist das angelegte Geld verschwunden.

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Due Diligence-Recherchen

Due Diligence ist heute auch für den Mittelstand zwingend notwendig.

Due Diligence-Recherchen müssen heute tiefer gehen.

Beim Kauf eines Unternehmens oder der Suche nach neuen Geschäftspartnern sehen sich Unternehmen heute einer zunehmenden Zahl von Risiken ausgesetzt. Galt es früher, vor allem die Bilanzen des Unternehmens sorgfältig zu prüfen, so müssen heute die Ergebnisse einer Analyse der Zielfirma zahlreiche weitere Risiken abdecken:

Ist ein Unternehmen oder dessen Eigentümer in Geldwäsche-Aktivitäten verstrickt, wie finanziert sich das Unternehmen, gibt es auffällige Geldgeber oder Geschäftspartner im Ausland, insbesondere Südamerika oder Osteuropa?

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Briefkastenfirmen in den USA als Lockmittel

Internationale Betrüger nutzen Briefkastenfirmen in den USA und machen Millionenbeute

Das Angebot klingt perfekt und ist daher für viele, die ihr Geld aus welchen Gründen auch immer gerne diskret anlegen, verlockend.
Es sind Beratungsfirmen mit Sitz in London oder in Miami, die sich als Retter in der Not auf vielversprechenden Webseiten präsentieren. Über sie kann an eine sogenannte Briefkastenfirma in den USA gegründet werden, eine LLC oder US Corporation.

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Internationaler Betrug mit Hilfe von Politikern

In Zeiten niedriger Zinsen suchen Anleger oft verzweifelt nach lukrativen Anlagemöglichkeiten.
Internationale Betrüger nutzen dies in einer zunehmenden Zahl von Fällen geschickt aus.
Ob es sich um Investitionen in Solarkraftwerke in Marokko handelt, Immobilienobjekte in den USA oder arabischen Ländern, eines haben diese angeblich äußerst gewinnversprechenden Investments gemeinsam: Die Anlageobjekte befinden sich im Ausland und sind daher für den deutschen Anleger nur schwer zu durchschauen.

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Gefahren & Verluste durch Industriespionage

Jedes zweite deutsche Unternehmen von illegaler Überwachung betroffen

Digitalverbund Bitkom aktuell: Nahezu die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland waren im Jahr 2014 Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Laut der repräsentativen Studie aus dem Jahr 2015 der Bitkom verursachen derartige digitale Angriffe im Bereich der Industriespionage jährlich 51 Milliarden Euro Schaden. Am häufigsten seien dabei der Automobilbau, die Chemieindustrie und auch das Finanzwesen betroffen. Wir geben Ihnen in diesem Artikel einen informativen Einblick in die Aktualität der Industriespionage in Unternehmen und zusätzlich hilfreiche Tipps zur Abhilfe.

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Gefährliche “Rip-Deals” nehmen zu

Was zunächst nach einem netten Devisengeschäft mit zweistelliger Rendite aussieht, entpuppt sich als äußerst riskante Transaktion: Mehr als 70 Millionen Euro haben Kriminelle bereits durch sogenannte Rip-Deals von ihren meist gut situierten Opfern erbeutet. Wer dennoch den Geldkoffer packt, begibt sich in große Gefahr.

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